Israelbezogener Antisemitismus als pädagogische und gesellschaftliche Herausforderung
Workshop mit der Beratungsstelle ADIRA
08.10.2026, 10:00 – 15:00 Uhr
Jüdische Gemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund
Der israelisch-palästinensische Konflikt ist häufig Gegenstand kontroverser Debatten und löst starke Emotionen aus. Im öffentlichen Diskurs zeigen sich dabei immer wieder vereinfachende Schuldzuweisungen, die Dämonisierung Israels oder die problematische Gleichsetzung von Jüdinnen und Juden mit dem Handeln des israelischen Staates. Solche Deutungsmuster haben seit dem 7. Oktober 2023 deutlich an Sichtbarkeit und Intensität gewonnen. Zugleich stellt sich zunehmend die Frage, wann israelbezogener Antisemitismus vorliegt und wie pädagogische Fachkräfte sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen damit angemessen umgehen können.
Der Workshop bietet zunächst eine kompakte Einführung in die historischen Hintergründe und zentralen Entwicklungen des israelisch-palästinensischen Konflikts. Darauf aufbauend setzen sich die Teilnehmenden anhand konkreter Beispiele mit Erscheinungsformen, Motiven und Wirkungsweisen israelbezogenen Antisemitismus auseinander. Ziel ist es, für antisemitische Narrative im Kontext des Nahostkonflikts zu sensibilisieren, ihre Auswirkungen auf Betroffene sichtbar zu machen und zugleich Raum für Fragen, Reflexion und den Umgang mit eigenen Unsicherheiten zu schaffen.
Im Mittelpunkt des Workshops steht dabei nicht die Bewertung aktueller Kriegshandlungen oder politischer Entwicklungen im Nahen Osten. Vielmehr geht es darum, israelbezogenen Antisemitismus als spezifische Form von Antisemitismus zu erkennen, seine Folgen für jüdisches Leben und das gesellschaftliche Miteinander zu verstehen sowie Handlungsmöglichkeiten für die eigene pädagogische oder berufliche Praxis zu entwickeln. Den Abschluss bildet daher die gemeinsame Erarbeitung von Ansätzen für einen reflektierten und professionellen Umgang mit entsprechenden Situationen.
Informationen zur Teilnahme
Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Mitarbeitende aus Bildungs-, Jugend-. und Sozialeinrichtungen, Verwaltungen sowie weiteren Multiplikator*innen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt.
Anmeldung
Für eine Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail unter bildung@adira-nrw.de bis zum 04.10.2026 notwendig.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren vollständigen Namen, Ihr Arbeitsfeld sowie ggf. Ihre Institution an. Eine Anmeldung ist erst mit einer Bestätigung gültig. Sollten mehr Anmeldungen als freie Plätze vorliegen, werden wir eine Auswahl treffen, um eine heterogene Zusammensetzung zu gewährleisten. Daher sollte sich nach Möglichkeit pro Institution auch nur eine Person anmelden.
Organisatorisches
Der Workshop findet am Donnerstag den 08.10.2026 von 10:00 – 15:00 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Dortmund,
Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund statt.
Für die Verpflegung inkl. Mittagessen wird ein Unkostenbeitrag von 10,00 Euro erhoben, der vor Ort bar zu entrichten ist.
Inhaltlich gestaltet wird der Workshop von Mitarbeitenden der Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde und findet im Rahmen des Veranstaltungsprogrammes des »Netzwerks zur Bekämfpung von Antisemitismus« statt.
Download: Digitaler Einladungsflyer (PDF)
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Micha Neumann
Mail: bildung@adira-nrw.de
Tel.: 0231/55 74 72 51
