Buchvorstellung mit Susanne Siegert: Gedenken neu denken

Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss
Buchvorstellung und Gespräch mit Susanne Siegert

10.11.2026, 18:00 Uhr
Jüdische Gemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund

Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Susanne Siegert plädiert in ihrem Buch »Gedenken neu denken« (2025) für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern.

Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.

Susanne Siegert, geboren 1992, ist Journalistin und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie klärt auf Instagram und TikTok unter @keine.erinnerungskultur über den Holocaust auf. Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Am 10. November wird sie ihr Buch in der Jüdischen Gemeinde Dortmund vorstellen. Eine Kooperationsveranstaltung von ADIRA, der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund mit freundlicher Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie Dortmund im Rahmen des Bundesprogrammes »Demokratie Leben«.

Der Eintritt ist kostenfrei, eine vorherige namentliche Anmeldung per E-Mail unter kontakt@adira-nrw.de ist bis zum 08.11.26 erforderlich. Vor Ort wird es die Möglichkeit geben, das Buch zu erwerben.