Antisemitismus und die AfD
Buchvorstellung und Gespräch mit Stefan Dietl
25.11.2026, 19:00 Uhr
Bürgerhaus Pulsschlag, Vogelpothsweg 15, Dortmund-Dorstfeld
Welche Rolle spielt Antisemitismus innerhalb der AfD? In welchen Formen tritt er auf, und wie lässt sich die öffentliche Selbstdarstellung der Partei als vermeintliche Fürsprecherin Israels damit vereinbaren? Diesen Fragen widmet sich Stefan Dietl in seinem Buch „Antisemitismus und die AfD“.
Darin untersucht er die unterschiedlichen Erscheinungsformen antisemitischer Einstellungen und Argumentationsmuster innerhalb der Partei. Er beschäftigt sich unter anderem mit antisemitischen Verschwörungserzählungen, Angriffen auf Vertreter*innen jüdischen Lebens und der Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen.
Obwohl antisemitische Äußerungen und entsprechende Vorfälle die Geschichte der AfD seit ihrer Gründung begleiten, findet Antisemitismus in der öffentlichen Auseinandersetzung mit der Partei häufig vergleichsweise wenig Beachtung. Dietl nimmt diese Leerstelle zum Ausgangspunkt seiner Analyse und beschreibt Antisemitismus als ein wesentliches Element der Ideologie und des Weltbildes der AfD. Dabei beleuchtet er auch den Widerspruch zwischen antisemitischen Positionen und dem Versuch der Partei, sich öffentlich als entschiedene Gegnerin des Antisemitismus darzustellen.
Im Rahmen der Veranstaltung wird Stefan Dietl zentrale Inhalte seines Buches vorstellen und dabei auch Bezüge zu Dortmund und lokalen Entwicklungen herstellen. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam über die Bedeutung antisemitischer Ideologien und deren gesellschaftliche Auswirkungen zu diskutieren.
Stefan Dietl ist freier Journalist und Autor. Er schreibt regelmäßig über die AfD und engagiert sich ehrenamtlich in der Gewerkschaft ver.di, unter anderem als Vorsitzender des ver.di-Bezirks Oberpfalz und im Landesvorstand von ver.di Bayern.
Eine Kooperationsveranstaltung von dem Projekt Quartiersdemokraten und der Beratungsstelle ADIRA.
Der Eintritt ist kostenfrei, eine vorherige namentliche Anmeldung per E-Mail unter kontakt@adira-nrw.de ist erforderlich.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten, islamistischen sowie israelfeindlichen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
