bookmark_borderOnline-Workshop: Antisemitismus und Rassismus – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Online-Workshop |  21.03.2023 | 13:00 – 16:00 Uhr

Wie bereits im letzten Jahr bieten wir wegen großer Nachfrage auch zu den diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus unseren Online-Workshop zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Antisemitismus und Rassismus an.

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bookmark_borderStellenausschreibung: Antidiskriminierungsberater*in bei ADIRA

Stellenausschreibung für die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund K.d.ö.R.

Die Jüdische Gemeinde Dortmund ist mit rund 3000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in der Region-Westfalen Lippe. Als anerkannte Religionsgemeinschaft ist sie zur religiösen, kulturellen und sozialen Versorgung ihrer Mitglieder verpflichtet und nimmt eine aktive Rolle in der Dortmunder Stadtgesellschaft ein.

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bookmark_borderStellungnahme: Keine Verbreitung von Verschwörungsideologien in Dortmund!

Keine Verbreitung von Verschwörungsideologien in Dortmund!

Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund kritisiert den geplanten Auftritt von Daniele Ganser in den Westfalenhallen Dortmund.

Am 27. März 2023 möchte der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser in der Westfalenhalle 2 in Dortmund auftreten. In dem angekündigten Vortrag verspricht er eine Antwort auf die Frage, „warum der Ukraine-Krieg ausgebrochen ist“.

Das Problem: Ganser, der sich selbst als „Friedensforscher“ ausgibt, gilt seit Jahren als Verschwörungsideologe. Bekanntheit erlangte er vor allem durch die Verbreitung von „alternativen Interpretationen“ zum islamistischen Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001.  Mit vermeintlich kritischen Fragen verfolgt er das Ziel einer Umkehr von Tätern und Opfern, indem er nahelegt, der Anschlag sei von den USA selbst inszeniert worden. Anhänger*innen von entsprechenden Verschwörungsnarrativen werden auf diese Weise in ihrer Ansicht bekräftigt. Seit 2019 behauptet Ganser zudem offen, dass das World Trade Center 7 gesprengt worden sei – ein bekannter Mythos der kursierenden Verschwörungserzählungen rund um den 11. September. Grundlegend für Gansers Denken ist, dass hinter fast allen globalen Krisen und Konflikten die USA bzw. eine amerikanisch geführte Allianz zu verorten sei. So konstatiert der Amerikanist Michael Butter, der zu Verschwörungstheorien forscht: „Ganser behauptet, der Anschlag auf das Satire­magazin ‚Charlie Hebdo´ könnte eine false-flag-Operation westlicher Geheimdienste gewesen sein; er beschuldigt die USA, hinter dem Putsch in der Ukraine zu stecken; und er hat angedeutet, auch der versuchte Putsch in der Türkei könnte von der CIA initiiert worden sein.“[1] Diese Deutungen sind gefährlich, nicht nur weil sie offenkundig falsch sind, sondern auch, weil sie Feindbilder schaffen und Ressentiments aktivieren.

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bookmark_borderStellungnahme zu den antisemitischen Anschlägen
auf jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen

Anlässlich von Anschlägen gegen Jüdisches Leben oder Versuchen hierzu im Ruhrgebiet haben wir gemeinsam mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Nordrhein-Westfalen und der Beratungsstelle SABRA, eine Stellungnahme veröffentlicht, in der wir fordern das Problem Antisemitismus ernst zu nehmen und zu bekämpfen.

Essen, Bochum, Dortmund – Am 17./18. November wurden in mehreren Städten im Ruhrgebiet Anschläge gegen jüdisches Leben begangen oder konnten verhindert werden. Die Ereignisse offenbaren leider erneut, dass die jüdische Gemeinschaft in Nordrhein-Westfalen einer andauernden Gefahrensituation ausgesetzt ist. Zuletzt stellte dies auch der vereitelte Anschlag auf die Synagoge in Hagen im
vergangenen Jahr unter Beweis.

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auf jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen“
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bookmark_borderFortbildung: Israelbezogener Antisemitismus und pädagogische Intervention

Achtung: Alle Plätze der Fortbildung sind ausgebucht, eine Anmeldung ist nur noch für die Nachrücker*innenliste möglich. Vielen Dank für das große Interesse!

Am 13. Dezember organisiert ADIRA eine Online-Fortbildung mit Bildung in Widerspruch e.V. zum Thema Israelbezogener Antisemitismus und pädagogische Intervention. Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Lehrer*innen und Multiplikator*innen, die sich mit israelbezogenen Antisemitismus auseinandersetzen möchten. Aufgrund des geografischen Zuständigkeitsgebiets von ADIRA werden Anmeldungen von Personen aus der Region Westfalen-Lippe priorisiert behandelt.

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bookmark_borderVortrag: Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe

08. Dezember 2022 — 19.00 Uhr

Arbeit, Dienst und Führung
Der Nationalsozialismus und sein Erbe
Buchvorstellung und Diskussion mit Nikolas Lelle

Die Deutschen und ihre Arbeit. Eine lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes. Eine lange Geschichte des Antisemitismus, die der Nationalsozialismus noch einmal radikalisierte. Deutsch soll eine Arbeit sein, die der Volksgemeinschaft dient. Unter Verweis auf »deutsche Arbeit« begründete der Nationalsozialismus nicht nur sein antisemitisches Selbstbild, sondern auch Praktiken der Verfolgung und Vernichtung.

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bookmark_borderLesung: »Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen«

03. November 2022 — 18.30 Uhr

»Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen«
Die Rache der Juden, das Versagen der deutschen Justiz nach 1945 und das Märchen deutsch-jüdischer Versöhnung
Lesung und Diskussion mit Achim Doerfer

Jüdische Rache und jüdischer Widerstand – ein verdrängtes Kapitel deutscher Erinnerungskultur.

Als Nachkomme von Holocaust-Überlebenden macht sich Achim Doerfer auf die Suche nach einem Gefühl, das nach dem Ende des Nationalsozialismus und dessen gigantischen Verbrechen nicht nur in seiner Familie seltsam blass blieb: der Wunsch nach Vergeltung, nach Rache.

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bookmark_borderFachtag: Antisemitismus im Wandel? Zwischen Israelhass und Verschwörungsmythen

Dortmunder Fachtag gegen Antisemitismus | 07. September 2022 | 09:15 – 17:00 Uhr

Zwei Formen des Antisemitismus sind gegenwärtig besonders virulent: Erstens lässt sich insbesondere in der Corona-Pandemie eine zunehmende Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen beobachten. Zum zweiten artikuliert sich ein immer enthemmter auftretender israelbezogener Antisemitismus, der auch in Deutschland lebende Jüdinnen und Juden trifft. Beide Ausprägungen des Antisemitismus führten in den letzten Jahren immer wieder zu gewalttätigen Handlungen – antisemitische Straftaten befinden sich auf einem Höchststand. Zugleich offenbaren sich gesellschaftlich, trotz dieser Entwicklungen, weiterhin Lücken in der Benennung und Bekämpfung von Antisemitismus. Dies stellt Fachkräfte, Multiplikator*innen und kommunale Verantwortungsträger*innen vor neue Herausforderungen in der Antisemitismusprävention und -intervention.

Im Rahmen des Dortmunder Fachtages wird dieser Situation Rechnung getragen und ein Blick darauf geworfen, ob sich Antisemitismus und die Auseinandersetzung damit im Wandel befinden und welche neuen Herausforderungen sich für die Antisemitismusprävention und -intervention ergeben.

Wie kann Antisemitismus pädagogisch begegnet werden? Welche Funktionen hat Antisemitismus? Wie können Betroffene unterstützt werden? Diese und weitere Fragen sollen näher betrachtet werden. Mit Ihnen gemeinsam sollen mit Hilfe von Diskussionsrunden und Workshops die zentralen Elemente des modernen Antisemitismus identifiziert und die Bedeutung für die Arbeitsbereiche Prävention, Intervention und Repression beleuchtet und diskutiert werden.

Der Fachtag richtet sich an pädagogisch und wissenschaftlich Tätige, Fachkräfte in der politischen Bildung und Präventionsarbeit, Mitarbeitende in Behörden sowie weitere Interessierte.

Der Fachtag findet am Mittwoch, 7. September 2022 im Dortmunder U (Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund) statt.

Für die Anmeldung und weitere Infos bitte hier klicken.

Ein Flyer der Veranstaltung findet sich hier.

Organisiert wird der Fachtag von ADIRA, BackUp, dem Projekt „Quartiersdemokraten“, der Partnerschaft für Demokratie in Dortmund, U-Turn sowie der Stadt Dortmund – Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

bookmark_borderStellungnahme: Die ehemalige Synagoge in Detmold muss erhalten bleiben!

Eine ehemalige Synagoge in Detmold ist vom Abriss bedroht. Mit einer Stellungnahme fordern wir gemeinsam mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Nordrhein-Westfalen und der Beratungsstelle SABRA, das Gebäude als besonderes Kulturerbe zu erhalten.

Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Bruchmauerstraße in der Detmolder Innenstadt wirkt unscheinbar und ist doch von besonderer historischer Bedeutung. 1633 erbaut, diente das Gebäude bis 1742 der Jüdischen Gemeinde Detmold als Synagoge. Es handelt sich um die älteste nachgewiesene Synagoge in Norddeutschland. Doch leider zerfällt das denkmalgeschützte Haus zusehends. Die Stadt Detmold hat angeboten, das Gebäude zu kaufen. Aber der Eigentümer, der Rechtsanwalt Hendrik Schnelle, will dieses weder verkaufen noch sanieren, sondern abreißen lassen und stattdessen Parkplätze auf dem Grundstück errichten lassen. Damit würde ein Zeugnis der Jüdischen Geschichte Detmolds aus dem Stadtbild verschwinden und die Aufarbeitung eigener Regionalgeschichte verhindert werden.

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bookmark_borderVorträge gegen Antisemitismus im August

Im August laden wir zu zwei Vorträgen gegen Antisemitismus ein, die sich mit antisemitischen Vorfällen im Kulturbetrieb sowie mit dem gesellschaftlichen Kampf gegen Antisemitismus auseinandersetzen.

18. August 2022 — 18.30 Uhr

Antisemitismus als Kulturgut. Über Strategien der Verharmlosung im künstlerischen Betrieb
Vortrag und Diskussion mit Tom Uhlig

Antisemitismus hat im Kulturbetrieb andere Ausdrucksmöglichkeiten als in anderen Sphären der Gesellschaft. Von Fassbinders Stück »Der Müll, die Stadt und der Tod« über Günther Grass Gedicht »Was gesagt werden muss« zu antisemitischen Darstellungen auf der Documenta, kann sich die Feindschaft gegen Jüdinnen und Juden auf den doppelten Boden verlassen, die ihr die künstlerische Verbrämung bietet. Anstatt, dass über die dort aufgerufenen Bilder von »reichen Juden« oder dem Israel als »Gefährdung des Weltfriedens« diskutiert wird, forciert der Kulturbetrieb eine Verschiebung hin zum debattenförmigen Gerede über Kunstfreiheit. Der wirkmächtigste Versuch einer solchen Verschiebung jüngerer Geschichte war wohl die Initiative Weltoffenheit GG 5.3 – ein beispielloser Zusammenschluss von Kulturgiganten, die lamentierten, der Bundestagsbeschluss gegen die antisemitische Boykottbewegung BDS würde ihre Arbeit erheblich einschränken. In dem Vortrag wird ein Streifzug durch die jüngeren Debatten um Antisemitismus im Kulturbetrieb unternommen und danach gefragt, was die Verharmlosung von Antisemitismus dort eigentlich so attraktiv macht.

Tom Uhlig ist politischer Referent in Frankfurt sowie Mitherausgeber der Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie »Freie Assoziation« und der Zeitschrift »Psychologie & Gesellschaftskritik«.

29. August 2022 — 18.30 Uhr

Ehrensache. Kämpfen gegen Judenhass
Lesung und Diskussion mit Burak Yilmaz

»Der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus beginnt im eigenen Kopf«, sagt Burak Yilmaz. Er wächst in Duisburg auf, postmigrantisch. Sein Bildungsweg – katholisches Elitegymnasium, Koranschule, Universität – durchkreuzt Milieus, seine Arbeit gefährliche Überzeugungen: Als Reaktion auf den Antisemitismus in seinem Jugendzentrum organisiert er Fahrten nach Auschwitz mit muslimischen Teenagern. Ein Explosionsgemisch aus Schmerz, Enttäuschung, Zugehörigkeit entsteht. Das Buch »Ehrensache. Kämpfen gegen Judenhass« ist ein Zeugnis gegen den Hass, ein einzigartiger Lebensbericht und der dringend nötige Vorstoß an einen neuralgischen Punkt der deutschen Öffentlichkeit.

Burak Yilmaz lebt als selbstständiger Pädagoge in seiner Heimatstadt Duisburg. Er initiierte u.a. das Projekt »Junge Muslime in Auschwitz« und leitet die Theatergruppe »Die Blickwandler«. Für sein vielfältiges Engagement gegen Antisemitismus und für eine inklusive Erinnerungskultur bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde Dortmund
Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund
Wolfgang-Polak-Saal

Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Per Mail unter kontakt@adira-nrw.de oder telefonisch unter 0231 – 55 74 72 51

Die Veranstaltungen werden durch die Partnerschaft für Demokratie Dortmund im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! gefördert.