bookmark_borderStellungnahme zur Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen

Die landesgeförderten Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit in jüdischer Trägerschaft SABRA und ADIRA sowie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Nordrhein-Westfalen begrüßen ausdrücklich die Initiative zur Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen. Ein solches Gesetz ist überfällig, um bestehende Schutzlücken im Antidiskriminierungsrecht wirksam zu schließen – insbesondere im Bereich der Antisemitismusbekämpfung.

Die Erfahrungen aus unserer Beratungsarbeit zeigen deutlich, dass die bestehenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), in der Praxis häufig nicht ausreichen, um antisemitische Vorfälle angemessen zu erfassen und zu bearbeiten. Zwar gilt das AGG auch für staatliche Stellen, soweit diese als Arbeitgeber handeln. Für das Handeln staatlicher Stellen gegenüber Bürgerinnen und Bürgern – etwa in Schulen, Behörden oder durch die Polizei – bietet es jedoch keinen umfassenden Schutz und lässt damit zentrale Schutzlücken bestehen. Zudem weist Antisemitismus spezifische Erscheinungsformen auf, die durch die im AGG geschützten Diskriminierungsgründe nur unzureichend abgebildet werden.

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bookmark_borderBroschüre: Beratung ohne Antisemitismus

Die beiden Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit ADIRA und SABRA haben gemeinsame eine Broschüre unter dem Titel „Beratung ohne Antisemitismus. Handreichung für eine antisemitismussensible Beratungspraxis“ veröffentlicht.

Antisemitismus ist ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem, das jüdische Menschen in ihrem Sicherheitsgefühl massiv beeinträchtigt. Beratungsstellen als Angebote der Sozialen Arbeit tragen daher eine besondere Verantwortung, Antisemitismus als eigenständige Form von Diskriminierung zu erkennen und ernst zu nehmen. Antisemitismussensible Beratung bedeutet, jüdische Perspektiven und Erfahrungen anzuerkennen, sie nicht zu relativieren und auch dort aufmerksam zu sein, wo Antisemitismus im Hintergrund wirkt.

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bookmark_borderSeminar: Entgrenzt – Antisemitismus 360 Grad

Entgrenzt: Antisemitismus 360°
Seminar mit Mitarbeitenden der WerteInitiative zu den verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus

06.05.2026, 10:00 — 16:00 Uhr
Jüdische Gemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund

Antisemitismus bedroht nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern die Demokratie insgesamt. Als Welterklärungsideologie tritt er in unterschiedlichsten politischen Lagern auf und wirkt als Bindeideologie, die heterogene Milieus verbindet.

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bookmark_borderFachtag: Beratung und Empowerment im Kontext Antisemitismus

Zwischen Haltung und Handlung – Beratung und Empowerment im Kontext Antisemitismus
Fachtag von ADIRA und SABRA

Dienstag, 28. April 2026, 09:00 — 15:30 Uhr

Jüdische Gemeinde Düsseldorf

Die beiden Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit ADIRA (Jüdische Gemeinde Dortmund) und SABRA (Jüdische Gemeinde Düsseldorf) laden herzlich zu einem Fachtag ein, der sich mit zentralen Fragen der Beratungsarbeit im Themenfeld Antisemitismus auseinandersetzt. Der Fachtag bietet Raum für den fachlichen Austausch, praxisnahe Impulse sowie Möglichkeiten zur Reflexion der eigenen professionellen Haltung und Handlungskompetenz.

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bookmark_borderStellungnahme: Beratungsstelle ADIRA kritisisiert antiziganistische Aufschrift bei Karnevalsumzug

Beim diesjährigen Rosenmontagsumzug in Dortmund beteiligte sich ein Karnevalsverein mit einem Wagen, der eine eindeutig antiziganistische Aufschrift trug. Als Beratungsstelle für Antidiskriminierungsarbeit nehmen wir diesen Vorfall zum Anlass für eine kritische Stellungnahme, die wir im Folgenden dokumentieren.

Rosenmontag in Dortmund: Rund 75.000 Menschen feiern Karneval bei dem jährlichen Umzug in der Innenstadt. Unter den 20 Wagen befindet sich auch einer des Karnevelvereins Deutsche Bühne 1878. Dessen Aufschrift lautet: »früher Z.-Schnitzel* mit Stolz, heute veganer Paprikaklops aus Bohnenrotz«. Nur wenige Besucher*innen des Umzugs scheinen Anstoß daran genommen zu haben, dass auf diese Weise ein rassistischer Sprachgebrauch transportiert wird, der aktuell in Sozialen Netzwerken problematisiert wird.

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bookmark_borderDokumentation des Fachtages „Antisemitismus in Bildungseinrichtungen“

Der Fachtag »Antisemitismus in Bildungseinrichtungen«, der am 10. September 2025 in der Volkshochschule Dortmund stattfand, wurde von der Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund, der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund, dem Projekt Quartiersdemokraten, der Partnerschaft für Demokratie Dortmund sowie der VHS Dortmund organisiert. Gefördert wurde der Fachtag durch die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur sowie durch die Stadt Dortmund. An dieser Stelle veröffentlichen wir nun noch eine Dokumentation des Fachtages.

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bookmark_borderKein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!

Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!
Workshopangebot für Dortmunder Schulen

Ab dem 01.03.2026 wird die Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund mit dem Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!“ Workshops für Dortmunder Schüler*innen ab der 10. Klasse anbieten. Das Workshopformat richtet sich an Schulen, die Antisemitismus präventiv, altersgerecht und handlungsorientiert im schulischen Kontext thematisieren möchten. Ziel ist es, Schüler*innen Wissen über unterschiedliche Erscheinungsformen von Antisemitismus zu vermitteln, für dessen Auswirkungen zu sensibilisieren und sie im Handeln gegen Antisemitismus zu stärken. Damit reagiert ADIRA auf steigende Anfragen von Schulen nach einem solchen Angebot.

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bookmark_borderPodiumsgespräch: Jüdisches Leben 81 Jahre nach Auschwitz – Bedroht, bewacht, bewahrt?

Jüdisches Leben 81 Jahre nach Auschwitz – Bedroht, bewacht, bewahrt?
Podiumsgespräch und Diskussion

27.01.2026, 18:00 – 19:30 Uhr

Bürgerhalle im Rathaus der Stadt Dortmund

Anlässlich des Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, welcher jährlich am 27. Januar auch in der Stadt Dortmund begangen wird, möchten wir im Rahmen eines Podiumsgespräch die ungebrochene Kontinuität des Antisemitismus seit 1945 sowie seine Auswirkungen auf jüdisches Leben in Deutschland thematisieren. Ziel ist es, dem Gedenktag einen deutlichen Gegenwartsbezug zu verleihen.

Für die Teilnahme ist eine vorherige namentliche Anmeldung per E-Mail unter bkitanoff@stadtdo.de notwendig.

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bookmark_borderHonorarkräfte (m/w/d) für die Durchführung von Workshops in Schulen im Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus“ gesucht

Ab Anfang des Jahres 2026 wird die Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund durch eine Förderung des Dortmunder Spendenparlaments (SpenDObel) mit Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus“ Workshops an Dortmunder Schulen anbieten. Die Workshops haben zum Ziel, Schüler*innen ab 16 Jahren für das Thema Antisemitismus und dessen Auswirkungen zu sensibilisieren sowie Handlungsmöglichkeiten gegen Antisemitismus zu erarbeiten. Auf diese Weise sollen Jugendliche in Dortmund lernen, Antisemitismus zu erkennen und zu widersprechen, wenn sie entsprechende Aussagen oder Handlungen mitbekommen.

Für die Durchführung der Workshops suchen wir
5 freiberufliche Honorarkräfte für das Jahr 2026

Die Honorarkräfte werden jeweils zu zweit einen Workshop an einer Schule mit einem zeitlichen Umgang zwischen 3 und 4 Stunden durchführen. Durch die Förderung ist die Umsetzung von bis zu 40 Workshops möglich. Die Organisation und administrative Verwaltung der Workshops wird durch die Beratungsstelle ADIRA gewährleistet.

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bookmark_borderLesung mit Tanya Raab: Shalom Zusammen!

Shalom zusammen! Warum wir falsche Vorstellungen von jüdischem Leben haben und das gemeinsam ändern sollten.
Lesung und Gespräch mit Tanya Raab

4.12.2025, 19:00 Uhr

Jüdische Gemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund. Anmeldung erforderlich.

Geboren in der Ukraine, zog Tanya Raab mit drei Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland. Ihre Mutter ist jüdisch, ihr Vater nicht. Über die Jahre wird ihr immer wieder geraten, diesen Teil von ihr zu verschweigen, um sich selbst zu schützen. Doch eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken. Ob mit Davidstern-Kette im Fitnessstudio oder Regenbogen-Kippah beim Einkaufen – die queere und feministische Aktivistin zeigt, dass jüdisches Leben anders gelebt werden kann, als man es erwartet.

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