bookmark_borderStellungnahme: Beratungsstelle ADIRA kritisisiert antiziganistische Aufschrift bei Karnevalsumzug

Beim diesjährigen Rosenmontagsumzug in Dortmund beteiligte sich ein Karnevalsverein mit einem Wagen, der eine eindeutig antiziganistische Aufschrift trug. Als Beratungsstelle für Antidiskriminierungsarbeit nehmen wir diesen Vorfall zum Anlass für eine kritische Stellungnahme, die wir im Folgenden dokumentieren.

Rosenmontag in Dortmund: Rund 75.000 Menschen feiern Karneval bei dem jährlichen Umzug in der Innenstadt. Unter den 20 Wagen befindet sich auch einer des Karnevelvereins Deutsche Bühne 1878. Dessen Aufschrift lautet: »früher Z.-Schnitzel* mit Stolz, heute veganer Paprikaklops aus Bohnenrotz«. Nur wenige Besucher*innen des Umzugs scheinen Anstoß daran genommen zu haben, dass auf diese Weise ein rassistischer Sprachgebrauch transportiert wird, der aktuell in Sozialen Netzwerken problematisiert wird.

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bookmark_borderDokumentation des Fachtages „Antisemitismus in Bildungseinrichtungen“

Der Fachtag »Antisemitismus in Bildungseinrichtungen«, der am 10. September 2025 in der Volkshochschule Dortmund stattfand, wurde von der Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund, der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund, dem Projekt Quartiersdemokraten, der Partnerschaft für Demokratie Dortmund sowie der VHS Dortmund organisiert. Gefördert wurde der Fachtag durch die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur sowie durch die Stadt Dortmund. An dieser Stelle veröffentlichen wir nun noch eine Dokumentation des Fachtages.

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bookmark_borderKein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!

Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!
Workshopangebot für Dortmunder Schulen

Ab dem 01.03.2026 wird die Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund mit dem Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!“ Workshops für Dortmunder Schüler*innen ab der 10. Klasse anbieten. Das Workshopformat richtet sich an Schulen, die Antisemitismus präventiv, altersgerecht und handlungsorientiert im schulischen Kontext thematisieren möchten. Ziel ist es, Schüler*innen Wissen über unterschiedliche Erscheinungsformen von Antisemitismus zu vermitteln, für dessen Auswirkungen zu sensibilisieren und sie im Handeln gegen Antisemitismus zu stärken. Damit reagiert ADIRA auf steigende Anfragen von Schulen nach einem solchen Angebot.

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bookmark_borderPodiumsgespräch: Jüdisches Leben 81 Jahre nach Auschwitz – Bedroht, bewacht, bewahrt?

Jüdisches Leben 81 Jahre nach Auschwitz – Bedroht, bewacht, bewahrt?
Podiumsgespräch und Diskussion

27.01.2026, 18:00 – 19:30 Uhr

Bürgerhalle im Rathaus der Stadt Dortmund

Anlässlich des Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, welcher jährlich am 27. Januar auch in der Stadt Dortmund begangen wird, möchten wir im Rahmen eines Podiumsgespräch die ungebrochene Kontinuität des Antisemitismus seit 1945 sowie seine Auswirkungen auf jüdisches Leben in Deutschland thematisieren. Ziel ist es, dem Gedenktag einen deutlichen Gegenwartsbezug zu verleihen.

Für die Teilnahme ist eine vorherige namentliche Anmeldung per E-Mail unter bkitanoff@stadtdo.de notwendig.

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bookmark_borderHonorarkräfte (m/w/d) für die Durchführung von Workshops in Schulen im Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus“ gesucht

Ab Anfang des Jahres 2026 wird die Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund durch eine Förderung des Dortmunder Spendenparlaments (SpenDObel) mit Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus“ Workshops an Dortmunder Schulen anbieten. Die Workshops haben zum Ziel, Schüler*innen ab 16 Jahren für das Thema Antisemitismus und dessen Auswirkungen zu sensibilisieren sowie Handlungsmöglichkeiten gegen Antisemitismus zu erarbeiten. Auf diese Weise sollen Jugendliche in Dortmund lernen, Antisemitismus zu erkennen und zu widersprechen, wenn sie entsprechende Aussagen oder Handlungen mitbekommen.

Für die Durchführung der Workshops suchen wir
5 freiberufliche Honorarkräfte für das Jahr 2026

Die Honorarkräfte werden jeweils zu zweit einen Workshop an einer Schule mit einem zeitlichen Umgang zwischen 3 und 4 Stunden durchführen. Durch die Förderung ist die Umsetzung von bis zu 40 Workshops möglich. Die Organisation und administrative Verwaltung der Workshops wird durch die Beratungsstelle ADIRA gewährleistet.

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bookmark_borderLesung mit Tanya Raab: Shalom Zusammen!

Shalom zusammen! Warum wir falsche Vorstellungen von jüdischem Leben haben und das gemeinsam ändern sollten.
Lesung und Gespräch mit Tanya Raab

4.12.2025, 19:00 Uhr

Jüdische Gemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund. Anmeldung erforderlich.

Geboren in der Ukraine, zog Tanya Raab mit drei Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland. Ihre Mutter ist jüdisch, ihr Vater nicht. Über die Jahre wird ihr immer wieder geraten, diesen Teil von ihr zu verschweigen, um sich selbst zu schützen. Doch eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken. Ob mit Davidstern-Kette im Fitnessstudio oder Regenbogen-Kippah beim Einkaufen – die queere und feministische Aktivistin zeigt, dass jüdisches Leben anders gelebt werden kann, als man es erwartet.

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bookmark_borderRückblick: Fünf Jahre ADIRA

Am 5. November 2025 feierte die Beratungsstelle ADIRA ihr fünfjähriges Bestehen – ein Jubiläum, das im Wolfgang-Polak-Saal der Jüdischen Gemeinde Dortmund ebenso nachdenklich wie zuversichtlich begangen wurde.

Gegründet im Oktober 2020 unter dem Dach der Jüdischen Gemeinde Dortmund, war ADIRA eine Antwort auf die wachsende Zahl antisemitischer Vorfälle in der Stadt und der Region. Seither begleitet die Beratungsstelle Betroffene von Antisemitismus und Diskriminierung, bietet Aufklärung und Bildungsarbeit und engagiert sich mit Nachdruck gegen Antisemitismus. Gefördert wird ADIRA durch das Landesprogramm „Integrationsagenturen und Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit“ des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile existiereren über 40 Antidiskriminierungsberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen, von denen sich zwei in Trägerschaft einer Jüdischen Gemeinde befinden und explizit zu antisemitischer Diskriminierung arbeiten – neben ADIRA ist dies die Beratungsstelle SABRA in Düsseldorf, welche bereits 2017 eingerichtet wurde.

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bookmark_borderStellenausschreibung: Antidiskriminierungsberater*in bei ADIRA

Stellenausschreibung für die Beratungsstelle für Antidiskriminierungsarbeit bei ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund K.d.ö.R.

Die Jüdische Gemeinde Dortmund ist mit rund 3000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in der Region-Westfalen Lippe. Als anerkannte Religionsgemeinschaft und Teil der freien Wohlfahrtspflege ist sie zur religiösen, kulturellen und sozialen Versorgung ihrer Mitglieder verpflichtet und nimmt eine aktive Rolle in der Dortmunder Stadtgesellschaft ein.

Seit 2020 trägt die Gemeinde die vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Beratungsstelle ADIRA (Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus), welche den Arbeitsbereich der Antidiskriminierungsberatung umfasst. An diese können sich Personen wenden, die in der Region Westfalen-Lippe von antisemitischer Diskriminierung betroffen sind und Unterstützung benötigen. In Dortmund berät ADIRA zudem auch in Fällen anderer Diskriminierungsdimensionen, z.B. aufgrund rassistischer Zuschreibungen. Des Weiteren leistet ADIRA Bildungsarbeit zum Thema Antisemitismus.

Für die Beratungsstelle ADIRA suchen wir zum 01.12.2025 oder später
einen Antidiskriminierungsberater*in mit einem
Stellenumfang von 24 Stunden/Woche

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bookmark_borderJahresbericht zur Antidiskriminierungsberatung 2024 in NRW erschienen

Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit der Freien Wohlfahrtspflege NRW (Netzwerk ada.nrw), dem auch die Beratungsstell ADIRA angehört, hat seinen Jahresbericht 2024 vorgestellt – mit alarmierenden Zahlen: 1.043 neue Fälle wurden im vergangenen Jahr in den 42 ADA-Beratungsstellen dokumentiert. Das entspricht einem Anstieg um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer der Fälle, die nicht gemeldet werden, ist hoch.

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bookmark_borderFachtag: Antisemitismus in Bildungseinrichtungen

Fachtag „Antisemitismus in Bildungseinrichtungen“
Mittwoch, 10. September 2025 | Volkshochschule Dortmund

Antisemitismus ist kein Randphänomen, sondern eine wiederkehrende Realität in pädagogischen Kontexten. Ob in der Kita, in der Schule oder an Universitäten – Fachkräfte und Lehrende sehen sich zunehmend mit antisemitischen Einstellungen und Handlungen konfrontiert. Ziel des Fachtags ist es daher, zentrale Problemlagen entlang der Bildungskette zu identifizieren, wissenschaftlich einzuordnen und vor allem praxisnahe Handlungsmöglichkeiten bereitzustellen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bildungseinrichtungen als Orte gestaltet werden können, in denen Antisemitismus frühzeitig erkannt, kritisch bearbeitet und aktiv entgegengewirkt wird.

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