Die beiden Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit ADIRA und SABRA haben gemeinsame eine Broschüre unter dem Titel „Beratung ohne Antisemitismus. Handreichung für eine antisemitismussensible Beratungspraxis“ veröffentlicht.
Antisemitismus ist ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem, das jüdische Menschen in ihrem Sicherheitsgefühl massiv beeinträchtigt. Beratungsstellen als Angebote der Sozialen Arbeit tragen daher eine besondere Verantwortung, Antisemitismus als eigenständige Form von Diskriminierung zu erkennen und ernst zu nehmen. Antisemitismussensible Beratung bedeutet, jüdische Perspektiven und Erfahrungen anzuerkennen, sie nicht zu relativieren und auch dort aufmerksam zu sein, wo Antisemitismus im Hintergrund wirkt.
Die Broschüre „Beratung ohne Antisemitismus“ unterstützt Fachkräfte verschiedener Beratungsfelder dabei, Wissen über antisemitische Erscheinungsformen zu vertiefen, jüdische Lebensrealitäten mitzudenken und Beratungsangebote entsprechend zu gestalten. Ziel ist es, antisemitismuskritische Sensibilität als grundlegende Kompetenz in der Beratungsarbeit zu stärken.Neben Hintergrundwissen zu jüdischem Leben und Antisemitismus enthält die Handreichung daher auch konkrete Hinweise und praktische Ansätze für die Umsetzung in der Beratungspraxis.
Die vollständige Broschüre kann hier als PDF-Datei runtergeladen und gelesen werden: Download
ADIRA und SABRA sind zwei durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit und Teil eines Netzwerks (ada.nrw) von über 40 Beratungsstellen, an die sich Betroffene von Diskriminierung wenden können. SABRA befindet sich in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, ADIRAin Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde
Dortmund. Beide Stellen arbeiten schwerpunktmäßig zum Themenfeld Antisemitismus.
