Projekt „Kein Bammel!“

Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!
Workshopangebot für Dortmunder Schulen

Ab dem 01.03.2026 wird die Beratungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund mit dem Projekt „Kein Bammel! Engagiert gegen Antisemitismus!“ Workshops für Dortmunder Schüler*innen ab der 10. Klasse anbieten. Das Workshopformat richtet sich an Schulen, die Antisemitismus präventiv, altersgerecht und handlungsorientiert im schulischen Kontext thematisieren möchten. Ziel ist es, Schüler*innen Wissen über unterschiedliche Erscheinungsformen von Antisemitismus zu vermitteln, für dessen Auswirkungen zu sensibilisieren und sie im Handeln gegen Antisemitismus zu stärken. Damit reagiert ADIRA auf steigende Anfragen von Schulen nach einem solchen Angebot.

Die Umsetzung der Workshops wird durch Spendengelder durch das Dortmunder Spendenparlament (SpenDObel) ermöglicht. Dank dieser Förderung können Schulen in Dortmund das Angebot kostenfrei in Anspruch nehmen und ist zunächst zeitlich unbegrenzt, es können jedoch nur maximal 40 Workshops durchgeführt werden.

Inhalte und Ziele der Workshops

Zeitrahmen: 3 ½ – 4 Zeitstunden inkl. Pausen
Zielgruppe: Schüler*innen ab Klasse 10 (in Ausnahmen auch schon Klasse 9, wenn die SuS thematisch gut vorbereitet sind), mindestens 15 Teilnehmer*innen
Kurzbeschreibung: Der Workshop vermittelt ein grundlegendes Verständnis von Antisemitismus als historisch gewachsenes und zugleich aktuelles Phänomen. Die Teilnehmenden setzen sich mit verschiedenen Methoden mit heutigen Erscheinungsformen auseinander, reflektieren deren Auswirkungen auf Betroffene und Gesellschaft und lernen konkrete Handlungsmöglichkeiten kennen.

Die Workshops verfolgen unter anderem folgende Ziele:

  • Sensibilisierung für historische und gegenwärtige Formen von Antisemitismus
  • Vermittlung von Grundwissen zu jüdischem Leben und jüdischer Vielfalt
  • Erkennen von antisemitischen Vorurteilen
  • Stärkung der Urteils- und Handlungskompetenz gegen Antisemitismus

Informationen zur Umsetzung

Die Workshops werden jeweils zu zweit von freiberuflichen Honorarkräften durchgeführt, die durch die Beratungsstelle ADIRA qualifiziert wurden. Die Workshops können an regulären Unterrichts- sowie an Projekttagen umgesetzt werden und für einzelne Schulklassen, Kurse oder AG-Gruppen gebucht werden. Die Workshops werden interaktiv gestaltet, greifen die Interessen der Schüler*innen auf und nutzen Methoden wie Gruppendiskussionen, Positionierungsübungen oder Bildanalysen. Das verwendete Material ist für Schüler*innen ab der 10. Klasse geeignet, ebenso ist Vorwissen zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust sinnvoll. Das Thema „Nahostkonflikt“ wird in dem Workshop nicht gesondert behandelt, da dies im Rahmen des Konzepts nicht zu leisten ist.

Bitte beachten Sie, dass die Workshops nicht dazu dienen sollen und können, mögliche antisemitische Vorfälle in Ihrer Schule umfassend zu bearbeiten – sie stellen ein erstes Sensibilisierungsangebot für Schüler*innen dar. Zudem bitten wir darum, den Schüler*innen im Voraus mitzuteilen, welches Thema der Workshop adressiert und bei Bedarf auch ein Vorgespräch im Rahmen des Unterrichts zu führen. Die Anwesenheit einer Lehrkraft ist nicht zwingend erforderlich, muss aber für die Teamer*innen erreichbar sein, wenn es zu schwierigen Situationen kommen sollte. Ebenso behalten wir uns vor, bei groben Störungen die Workshops abzubrechen.

Voraussetzungen

Informationen zur Buchung

  • Ein Workshop muss mindestens vier Wochen im Voraus angefragt werden. Grundsätzlich kann ein Workshop gebucht werden, je nach Kapazitäten unserer Honorarkräfte können auch bis zu zwei parallele Workshops in einer Schule stattfinden. Bitte beachten Sie, dass die Workshops frühestens ab 08:45 Uhr angeboten werden können.
  • Eine Anfrage für den Workshop können Sie per E-Mail an bildung@adira-nrw.de stellen. Bitte geben Sie hierfür das gewünschte Datum, Uhrzeit, Schulform, Klassengröße und ggf. den Kontext (z.B. Projekttag) an.
  • Sollten sich wissentlich jüdische Schüler*innen in der betreffenden Klasse befinden, teilen Sie uns dies bitte mit. Unsere Teamer*innen werden ihren Schutz dann besonders berücksichtigen.

Kontakt und weitere Informationen

Bei Fragen zu den Workshops und Inhalten sowie zur Durchführungen können Sie sich gerne bei uns melden.
Hier können Sie die Informationen zu dem Workshopangebot als PDF-Datei runterladen: Download

ADIRA – Antidiskriminierungsberatung und Intervention
bei Antisemitismus und Rassismus
Jüdische Gemeinde Dortmund

www.adira-nrw.de | bildung@adira-nrw.de | 0231 – 55 74 72 51

Ansprechpartner*innen: Maria Lessik und Micha Neumann