Als regionale Fachstelle für Antitsemitismus bieten wir neben unserer Beratungsarbeit unterschiedliche Bildungsformate, wie Workshops und Fortbildungen an.
Damit sensibilisieren für verschiedene Formen und Auswirkungen des Antisemitismus und vermitteln Praxiswissen. Daneben stehen wir für Expertise und Fachvorträge zum Thema Antisemitismus zur Verfügung. Gerne stellen wir auch unsere Arbeit in Netzwerken, Gremien und Arbeitskreisen vor. Die Bildungsangebote sind kostenfrei und richten sich an Mitarbeitende und Fachkräfte aus pädagogischen Einrichtungen, Bildungsinstitutionen sowie freien Trägern und Vereinen in der Region Westfalen-Lippe. In Dortmund und den umliegenden Städten können sie direkt von einzelnen Einrichtungen gebucht werden. Außerhalb von Dortmund bieten wir die Module für Gruppen mehrerer Einrichtungen an – zum Beispiel für Vertreter*innen verschiedener Schulen.
Unsere Fortbildungen und Workshops zeichnen sich durch eine abwechslungsreiche Methodik aus, die theoretisches Wissen mit praxisnahen Inhalten verbindet. Ziel ist es, Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus zu
vermitteln und so den Schutz von Betroffenen zu stärken.
Die Durchführung unserer Bildungsangebote hängt von unseren zeitlichen und personellen Kapazitäten ab. Daher müssen Anfragen mindestens acht Wochen im Voraus gestellt werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass auch
bei frühzeitiger Anfrage kein Anspruch auf eine Durchführung besteht.
Nachfolgend finden Sie Informationen zu buchbaren Bildungsformaten, welches Sie auch je nach Qualifizierungsbedarf, Zielgruppe und inhaltlichen Schwerpunkten mit uns absprechen können. Klicken Sie einfach auf den Titel, um sich den Inhalt des Bildungsangebotes anzeigen zu lassen.
Information: Wir freuen uns über das große Interesse an unseren Bildungsangeboten. Bis Ende des ersten Halbjahres 2026 sind wir jedoch bereits vollständig ausgebucht und können keine neue Anfragen für Bildungsangebote bis dahin entgegen nehmen.
BASIS-FORTBILDUNG I: Antisemitismus – Erkennen, benennen und handeln
Ob in Form von Vorurteilen, Beleidigungen oder offenem Hass – Antisemitismus ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft präsent. Doch nicht immer ist er auf den ersten Blick erkennbar, und häufig fällt es schwer, angemessen darauf zu reagieren. Um mehr Sicherheit im Umgang mit Antisemitismus zu gewinnen, braucht es sowohl Wissen über seine Erscheinungsformen als auch über wirksame Gegenstrategien.
In der Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden zunächst mit den Funktionen und Merkmalen aktueller Ausprägungen des Antisemitismus auseinander und übertragen dieses Wissen auf ihre eigene berufliche Praxis. Im Anschluss werden anhand konkreter Fallbeispiele mögliche Handlungsstrategien für den professionellen Umgang mit antisemitischen Vorfällen entwickelt.
Dauer: 4–6 Zeitstunden inkl. Pausen
BASIS-WORKSHOP KOMPAKT I: Was ist Antisemitismus?
Antisemitismus zeigt sich in unterschiedlichen Formen – von offenen Anfeindungen bis hin zu subtilen Vorurteilen. Doch was genau versteht man unter Antisemitismus, wie hat er sich historisch entwickelt und wie tritt er heute in Erscheinung?
Der Workshop bietet eine grundlegende Einführung in das Thema Antisemitismus. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit zentralen Begriffen, historischen Hintergründen und aktuellen Erscheinungsformen. Ziel ist es, ein erstes Verständnis für die Vielschichtigkeit antisemitischer Einstellungen und Narrative zu vermitteln – als Grundlage für eine reflektierte Haltung im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag.
Dauer: 2–3 Zeitstunden inkl. Pausen
BASIS-WORKSHOP KOMPAKT II: Handlungsfähig werden – pädagogischer Umgang mit Antisemitismus
Wie kann ich pädagogisch auf antisemitische Äußerungen oder Vorfälle reagieren? Welche Haltung braucht es im Umgang mit Antisemitismus – und wo liegen meine Möglichkeiten und Grenzen?
Dieser kompakte Workshop richtet sich an pädagogisch Tätige, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit antisemitischen Situationen stärken möchten. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen aus der Praxis: Wie lässt sich antisemitisches Verhalten erkennen? Welche Interventionen sind in konkreten Situationen sinnvoll? Und wie kann ich dabei sowohl den Schutz betroffener Personen als auch eine langfristige pädagogische Bearbeitung antisemitischer Einstellungen in den Blick nehmen? Gemeinsam entwickeln wir erste Handlungsansätze für eine reflektierte pädagogische Praxis.
Dauer: 2–3 Zeitstunden inkl. Pausen
VERTIEFUNGS-FORTBILDUNG I: Israelbezogener Antisemitismus
Der israelisch-palästinensische Konflikt löst häufig starke Emotionen und kontroverse Debatten aus. Dabei kommt es oft zu vereinfachenden Schuldzuweisungen, zur Dämonisierung Israels und zur problematischen Gleichsetzung von Jüdinnen und Juden mit dem Handeln des israelischen Staates – Tendenzen, die sich seit dem 7. Oktober 2023 nochmals verstärkt haben.
Die Fortbildung bietet eine Einführung in die Geschichte und die Hintergründe des Konflikts. Anschließend diskutieren die Teilnehmenden anhand konkreter Beispiele Erscheinungsformen und Motive des israelbezogenen Antisemitismus. Ziel ist es, für antisemitische Narrative im Kontext des Nahostkonflikts zu sensibilisieren.
Dauer: 5 Zeitstunden inkl. Pausen
Vorwissen zum Thema Antisemitismus von Vorteil, z.B. durch die Basis-Fortbildung I
VERTIEFUNGS-FORTBILDUNG II: Antisemitismus und Verschwörungsmythen
Verschwörungserzählungen üben auf viele Menschen eine große Faszination aus – doch hinter scheinbar harmlosen Geschichten über »geheime Mächte« verbergen sich nicht selten antisemitische Denkmuster. Der Glaube an Verschwörungen knüpft dabei häufig an jahrhundertealte antisemitische Stereotype an und trägt zu deren Verbreitung im öffentlichen Diskurs bei.
In dieser Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden mit den Funktionen und Wirkmechanismen von Verschwörungsmythen auseinander. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung zwischen verschwörungsideologischem Denken und Antisemitismus – historisch wie aktuell. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für diese Dynamiken zu entwickeln, antisemitische Botschaften in Verschwörungserzählungen zu erkennen und reflektierte Reaktionsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Dauer: 4 Zeitstunden inkl. Pausen
Vorwissen zum Thema Antisemitismus von Vorteil, z.B. durch die Basis-Fortbildung I
Weitere Vortrags- und Workshopsangebote
Auf Anfrage bieten wir zudem Vorträge und kürzere Workshops zu unterschiedlichen Facetten des Antisemitismus an und stehen als Expert*innen für Diskussionsveranstaltungen zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an. Mögliche Themen sind u.a.:
- Von der Ausgrenzung zur Vernichtung: Geschichte des Antisemitismus
- Gegenwärtige Formen von Antisemitismus
- Antisemitismus und Rassismus: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
- Antisemitismus und extreme Rechte
- Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft
- Antisemitismus in Fußball-Fankulturen
Anfragen für eine Buchung können über ein Formular auf unserer Webseite gestellt werden. Dort finden Sie
zudem weitere Informationen zu den organisatorischen und technischen Voraussetzungen. Bei Rückfragen erreichen Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch.
